00:00
SRF Audio Persönlich
00:29
Olivia Röllin im Gespräch mit Gästen.
00:35
Herzlich willkommen. Grüezi miteinander, SRF 1, in der Sendung persönlich. Wir sind heute im Fabriktheater in Schwande. Ganz hinten im Glarnerland, zumindest für mich, fühlt es sich ganz hinten im Glarnerland an. Stimmt aber schon, Gabi, in Schwande, oder? Wir sind ziemlich weit hinten im Glarnerland.
00:53
Nein, das ist nicht hinten. Das ist nicht hinten. Nein, nein.
00:56
Da habe ich mich als Outsiderin gehalten.
00:58
Man kann noch tiefer ins Glarnerland hinein. Je länger, je schöner.
01:03
Je länger, je schöner. Das sagt Gabi Aschwande, der fast schon ein intimes Verhältnis mit dem höchsten Berg des Kantons hat, mit dem Tödi.
01:12
Ja, das kann man so sagen. Für mich ist der Tödi schwierig zu sagen. Er gehört zu mir, zu meinem Leben. Er ist für mich Nachbauer, Freund.
01:24
Mein Herz hängt ein Stück an diesem Töden. Man ist auch nicht gleich, was mit ihm passiert. Er ist ein bestimmtes Stück weit mein Leben.
01:36
Das war eigentlich eine Liebeserklärung. Du bist Wanderrangerin, Wanderleiterin, Gemeinderätin und hast fast 30 Jahre im Tätat mit diesem Berg gelebt. Darum versteht man auch, wieso du das Empfinden hast. Du war nämlich Hüttenwartin von der Fridolinshütte. Wann warst du zuletzt?
01:59
Man weiss, vor etwa drei oder vier Wochen.
02:03
Ah, dann gehst du immer noch regelmässig?
02:04
Ja, das gehört zu meinem Garten.
02:08
Das ist ja ein recht grosser Garten. Warst du auch schon hier, Daffy Kühne, oder ist für dich als Plakatgestalter und Buchdrucker ein Berg nicht gleich imposant wie eine Maschine?
02:20
Meine Maschinen sind schon massiv kleiner als der Tödi. Meine grössten Maschinen sind dreieinhalb Tonnen. Das ist aber auch das Gewicht, denn ich bin ja im ersten Obergschoss und diese Maschinen müssen ja dort reintransportiert werden. Es braucht Kräne. Das ist ein anderer Bezug, den man zu dem Gerät hat, als zum Tödi.
02:40
Hast du einen speziellen Bezug zu den Bergen konkret?
02:45
Nicht besonders. Ich bin aufgewachsen hier im Ghanaer Land. Wir sind sehr viel snowboarden. Das ist mein Bezug zu den Bergen. Aber es war nicht ein und der Berg für mich.
02:58
Ich frage das auch, weil ich denke, du bist ein Experte für Gestaltung und man sieht es dir auch an, wie du schon herumlaust, was du auswählst, um anzulegen. Vielleicht kommen wir noch auf das. Das heisst, eigentlich kann ich mir vorstellen, wir schauen die Berge auch so an. Sind die von der Natur gut gestaltet worden?
03:17
Ich bin ganz sicher, dass sie gut gestaltet wurden, auf jeden Fall. Ich meine, Inspiration ist für mich überall. Und das kann im Prinzip auch ein Berg sein. Es kann aber auch, ich finde immer, ein vertrampltes Zigarettenpäckchen an der Bushaltestelle im Regen finde ich so etwas Spannendes, weil das so verkrutelt ist, die Zigaretten, der Tabak. Das finde ich einfach etwas, das muss ich immer fotografieren. Nicht, dass es schön ist, aber es hat auch irgendetwas Spannendes. Und so kann die Inspiration für meine Arbeit eben etwas ganz Banalem oder eben etwas Unschönem sein, wo man dann gleich wieder etwas Schuss daraus kreiert.
03:53
Und euch beiden sieht man ein bisschen an, was ihr... Ich würde jetzt nicht sagen, man kann gleich sagen, was ihr arbeitet. Aber bei dir, Gabi, Aschwanda, ist es so, du hast das Klarnatüchli da, mit einem um den Hals, mit einem Edelweiss vorne. Dann hast du auch noch einen markanten Gurt mit so einem Edelweiss. Und als ich schon das erste Mal mit dir geredet habe, hast du auch das Tüchli angehört.
04:15
Warum leistest du dich so an?
04:17
Für mich ist das Klarnerland meine Heimat und für mich ist das wie ein Stück Herzblut. Das gehört irgendwie zu mir. Ohne Tücher läuf ich nicht rum, nicht bestemme, was man anfängt. Das ist wie eine Sucht. Schlafst du auch mit so einem Tuch? Nein, das ist einfach nicht. Aber ich habe das Gefühl, dass ich es sofort ziehe. Ich habe immer ein Tuch, das Sklarno ist, weil es wirklich spezieller ist. Und wenn es um Sklarno lang geht oder im Sommer und im Winter dann halt ein bisschen mehr um den Hals.
04:51
Es ist wirklich eine Phobie.
04:55
vor dem Wind, der ab und zu kutert. Und bei dir, Davi, ist es auch so, man muss dich jetzt mal kurz beschreiben, für all die Leute, die dich nicht sehen. Du hast eine schwarze Röhrchen-Jeans an, dann hast du Stiefel an, und das hast du immer, die so in die Spitze gehen. Du hast um den Hals eine sehr markante Kette, es sieht aus wie ein grosses Auge. Dann hast du in einem sehr intensiven Fiolette, einen Bläser an und du hast eine Schnauze und die Frisur ist so, ich weiss gar nicht, wie man es nennt, es ist nicht ein Undercut, ich weiss nicht, wie man es nennt.
05:27
Ein Teil rasiert, ein Teil längere Haare. Kannst du uns erklären, und das Tüchli hast du auch, das sieht man gar nicht so gut, das Tüchli hast du auch immer an, das gehört zu deinem gesamten Auftritt? Ja. Wie entscheidest du, was du anlegst und was du kaufst an Kleidern?
05:46
Das ist wie spontan ein Gefühl, das es am Morgen gibt. Manchmal ist es etwas farbiger und manchmal weniger farbig. Aber für mich gibt es nicht so ein Outfit. Heute drücke ich etwas in meinem dreckigen Anzug an.
06:01
Du bist nie im blauen Anzug in der Werkstatt?
06:04
Nein, eigentlich so nicht. Es gibt für mich keinen Unterschied zwischen Alltags-, Ausgangs- und Arbeitskleidung. Es ist auch mein Berufstolz, wenn es mal eine Druckfarbe oder eine Flecke auf einem Seidenhemd hat. Das gehört zu mir und zu meinem Beruf.
06:19
Aber hier sehe ich jetzt keine Leck auf dem.
06:20
Der ist relativ neu. Also sagen wir, neu Secondhand.
06:26
Und deine Kette, das musst du erklären, das ist eben ein grosses, goldiges Auge. Aber eigentlich kannst du es verwenden,
06:34
Ja, es ist eine Lupe. Es ist eine Lupe, die ich natürlich viel brauche. So ab 44 lässt man langsam nach. Also in der Nähe sieht man nicht mehr so gut. Und dann sollte man eigentlich vielleicht eine Lesebrille anlegen, aber das lässt vielleicht dann der Stolz nicht ganz so. Dann hat man halt eine Lupe. Und ich muss halt sehr oft Druck kontrollieren. Heute ist es wirklich ein Accessoire. Aber im Alltag ist es auch ein Werkzeug, wo ich damit die Qualität der Druck kontrollieren muss.
07:01
Und jetzt habe ich dir gesagt, David Kühne. Und das ist ein Name, der für mich jetzt nicht mega glarnerisch ist. Das ist ein Name, der auch ein Künstlername ist auf eine gewisse Art und Weise. Du bist ja nicht so getauft worden.
07:15
Das stimmt, ja. Also ich bin David getauft worden. Und mein bester Schulfreund mit 16, als ich mit ihm skaten und snowboarden und in den Ausgang, der hat seinen Vater gesagt, ja, Gehst du wieder mit dem Tavi-Ausgang? Und dann hat meine Freunde gesagt, ja, nein, aber der heisst eigentlich David. Und dann hat er gesagt, ja, bei uns hinten sagt man Tavi. Und so ist das dann geblieben. Am Anfang haben wir Freunde dann als Witz gesagt, bei uns hinten sagt man Tavi.
07:46
Also das ist mein Name, das Ganze. Und dann ist das dann geblieben. Und es war mit 15, als ich es dann auch angefangen habe zu schreiben, mit einem F, weil wenn ich es mit V schreibe, dann sagt man Davi. Das ist jetzt nicht ganz so das, was ich wollte. Und inzwischen, vor 15 Jahren, habe ich das dann auch mal im Pass aktualisiert.
08:07
Bist du einfach das?
08:09
Ich glaube, ich identifiziere mich schon mehr mit Davi. Und den anderen Namen höre ich gar nicht mehr so drauf.
08:14
Jetzt hätte ich gerade eine Frage, ist das eigentlich mit David passiert?
08:17
Der ist jetzt ein bisschen in den Hintergrund gerutscht.
08:19
Ich meine, du bist auch nicht auf Gabi getauft, nehme ich an. Sagt dir jemand ... Heisst du richtig Gabriel? Ja. Sagt dir das irgendjemand?
08:30
Nein, das sagt niemand. Wenn ich früher Gabriela sagte, habe ich irgendetwas gebraucht. Gabi ist einfach die Abkürzung.
08:40
Und Davi sagte mir etwas Lustiges. Er hat nämlich heute Morgen schon mal erlebt.
08:46
Im Traum. Ja, das ist ...
08:49
Letzteres Traum war ja.
08:51
Erzähl mal, ist es bis jetzt ähnlich wie im Traum?
08:54
Nein, es war viel schneller vorbei. Ich war letzten Sonntag schon mal da. Ich war letzten Sonntagmorgen mit einem Traum im Kopf erwacht.
09:05
Und ich war zu spät und bin dahinter gerennt. Und ganz verschwitzt an, und zwar bin ich in den Unterhosen dahinter gerennt. Und ich musste allen in den Unterhosen Grüezi sagen. Ja, ich würde mich noch gerne umziehen, aber das lange Leben nicht mehr.
09:20
Eine freudige Erwartung, aber auch die Stress oder Vorfreude.
09:27
Eigentlich eine Form eines Albtraums. Gabi, wenn ich an Albtraum denke, denke ich bei dir auch an etwas Konkretes. Als du 20 warst, ohne wirklich Koch-Erfahrung, ohne Bergerfahrung, bist du eigentlich Hüttenwartin geworden, auf der Fridolinshütte, die wir vorhin angesprochen haben.
09:47
Wer ist auf die Idee gekommen, dass du das machen sollst?
09:50
Das frage ich mich heute manchmal. Irgendwie die Naivität in mir rein. Ich habe einen Rucksack mit Naivität gefüllt und dachte, das bietet sich jetzt an, das probiere ich. Ich habe eigentlich nie gross gestudiert. Wenn ich etwas gesehen habe, das mich gereizt hätte, habe ich einfach mal zugeschlagen.
10:12
ohne die Konsequenzen zu wissen oder zu ahnen. Von daher ... Ich frage mich wirklich heute noch, welche Affe mich dort gebissen hat.
10:20
Hattest du vorher auch ab und zu mal eine schlaflose Nacht? Vorher? Vorher? Ja, bevor du dann gewusst hast, dass du das nicht wusstest? Absolut.
10:28
Nein, ich hatte keine Ahnung. Nein, ich hatte doch die Pusen an diesen Steinen. Nein, wirklich keine Ahnung. Obwohl, ich sagte mir, es hätte mir gut tun, eine schlaflose Nacht vorhin.
10:39
Was ist mit der Naivität passiert, die du angesprochen hast?
10:43
Die habe ich heute noch.
10:45
Wie zeigt sich die? Eben, dass ich noch Sachen nicht sehen konnte, wenn ich sie nicht probiert habe.
10:53
Sonst trillt das immer. Und ich denke immer, das musst du jetzt gleich versuchen. Und wenn es nicht geht, geht es halt nicht. Es ist ein Haufen nichts gegangen. Das kann man ja schon sagen. Aber vielleicht haben es die Leute nicht gemerkt, zum Glück, dass es nichts gegangen ist. Aber die Noivität bleibt.
11:10
Aber ich finde das jetzt nicht lästig.
11:13
Es führt dich ja interessanterweise an gute Orte her. Man muss jetzt sagen, von aussen denkt man, das ist vielleicht nicht die ideale Kombination. Du konntest auch nicht Ski fahren. Das erste Mal, als du auf diese Hütte gegangen bist, hast du dich sogar verlaufen.
11:31
Vielleicht erzählst du das einfach mal. Ich finde, von ausser denkt man nicht, dass das eine gute Idee ist. Aber irgendwie sitze ich heute glücklich hier.
11:39
Ich wusste nicht recht, was heute ist. Ich habe mich mit dem damaligen Schatz am Morgen früh auf den Weg gemacht. Und habe dann, weil man das im Fernsehen gesehen hat, auch mal die Tine gekocht auf dem halben Weg.
11:53
Mit einem Kocher und dann sind wir weiter. Das war endlos. Auf jeden Fall haben wir die Hütte nicht gesehen. Irgendwann haben wir herumgeschaut und haben die Hütte weiter am anderen Ort gesehen, am anderen Gegenreihen. Aber wir waren schon Stunden unterwegs, sind sowieso fix und fertig, denn die Technik konnte ich auch nicht mitlaufen. So bin ich die Hütte hinten geschlagen.
12:14
Hingeschlauert, ja. Also wirklich. Mit wie ... Kommt wieder die Neuivität hin und denkt, ja, da bin ich jetzt.
12:25
Jetzt musst du uns mal erklären, wie es überhaupt zu diesem gekommen ist. Bis jetzt versteht man wahrscheinlich Bahnhof. Warum macht sie das?
12:32
Ja, es ist so, ich habe einen Bergführerkollegen, der damals auf der Planura-Hütte war und meine beste Freundin hat dort Hüttenhilfe gemacht und ich habe im Vorfeld im Klöntl nach der Lehre serviert, weil nach der Lehre im Büro, ich habe Bürolehre gemacht, das hat mir gar nicht gefallen auf dem Bürostuhl. Und dann bin ich in Klöntl servieren und dann sind die so braubrängend gekommen. So wie du jetzt bist? Ja, nach Brüner, glaube ich. Auf jeden Fall. Da sind die so hängen und haben dort irgendwas zu Mittag gegessen und kurze Hose. Ich dachte, es hat ja wild, so ein bisschen wildes ausgesehen.
13:05
Dicht am Schössli, stetscht die Rupfhose. Und dann musste ich die bedienen oder darf bedienen. Und dann sagt der damalige Bergführer, was machst du eigentlich da?
13:18
Und das war der Satz. Ich dachte, was mache ich wirklich da? Und dann sind sie wieder gegangen. Von dort weg hat mich ein Heimweh gepackt und ich dachte, das will ich auch. Ich will also nicht da oben. Und dann hat er gesagt, ich mache heute Hilfe, weil meine Kollegin und meine Freundin haben super ausgesehen.
13:35
Du dachtest einfach, ich will gut aussehen. Das war deine Motivation.
13:40
Das wollte ich immer. Aber ich war so bleich wie ein Kirchenmaus und zieht so braun. Das hat mir irgendwie so ein Highway-Gefühl. Das war so wie eine Zündung. Die Zündschnur war angestellt.
13:57
Dann hast du dich als Hüttenhilfe beworben. Dann bist du aber plötzlich Hüttenwartin geworden.
14:03
Ja.
14:04
In diesem Sinne dachte ich, Hans, was heimt. So verkehrt war es offenbar nicht. Du warst fast 30 Jahre lang dort oben. 28 Jahre lang. Was hat dich so lange dort oben gehalten?
14:22
Ich glaube, ich hatte den Vorteil, dass ich mir keine Gedanken gemacht habe, wie das rauskommt. Und ich habe einfach Stückchen um Stückchen gelernt. Und habe mir nicht irgendwie eine Traumwelt vorgestellt. Klar, man denkt, so schön braun. Und so. Zufrieden bin ich. Aber das war das Einzige. Aber schlussendlich, das ist wie mir ans Herz gewachsen. Stück um Stück, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Es ist so wie ein Prozess daraus entstanden.
14:52
Aber weil ich auch keine Vorstellungen hatte, Weil ich es einfach angenommen habe. So bin ich einfach. Ich habe alles gerne bekommen. Also Stückchen um Stückchen.
15:04
Ich finde das interessant, weil das ist nicht einfach ein Beruf, sondern eigentlich ein Lebensentwurf, wo man sich nachher dafür entscheidet. Oder saisonal. Man macht diese Saison das, die andere Saison das. Das bedeutet ja auch für die ganzen Beziehungen, die man hat. Das muss man ganz anders planen, wenn man quasi die eine Hälfte des Jahres über 2100 Meter auf einer Hütte ist.
15:25
Die, die ich sehen wollte, kamen ja rauf. Das waren ja die, die ich auch sehen wollte.
15:33
Einfach ganz simpel. Das erzählt Gabi Aschmann in der Sendung «Persönlich auf welcher Scheiss?». Neben ihr ist David Kühne. Bei dir habe ich auch das Gefühl, das ist nicht einfach ein Beruf, sondern eine Form von Lebensentwurf, das, was du machst. Jetzt haben wir gerade über deine Anlegung gesprochen. Ich habe das Gefühl, das verschränkt sich ganz fest bei dir, dein Beruf und deine Persönlichkeit irgendwie. Jetzt muss man sagen, andere Gestalten am Computer. Die Plakate, die sie machen wollen, drücken sie auf die Rücke.
16:04
Bei dir ist es so, dass dein Alltag von tonenschweren Maschinen geprägt ist. Von Blei, Holz, Farbe, Papier. Ich habe bei dir Farbe gesehen aus den 60er-Jahren. Du hast einen ganzen Maschinenpark.
16:23
Auf eine Art schaffst du ja mit einer Technik, die fast schon ausgestorben ist.
16:29
Ja, also kommerziell ist sie ausgestorben. Nach dem Studium habe ich mich für Druckmaschinen angefangen zu interessieren, respektive die autonome Produktion. Ich habe mich nicht in dem Sinne für Maschinen interessiert, sondern was ich mit ihnen machen kann. Mit einem Studentenbudget, also mit 500 Franken, habe ich eine Druckmaschine gekauft. Die war etwa 500 Kilo und noch zwei Korpus-Bleischriften. Das sind Geräte aus den 60er, 70er Jahren, die damals professionell gebraucht wurden, um Gestaltung zu produzieren, aber inzwischen natürlich längstens noch höchstens in Museen verwendet werden.
17:09
Und ich wollte einfach...
17:11
Ich will, dass ich von A bis Z meine Produktion autonom durchziehen kann.
17:17
Warum ist dir diese Autonome so wichtig?
17:19
Ja, weil wenn du die Produktion aus der Hand gibst von etwas, das du vielleicht über mehrere Tage hinweg entwickelt hast, dann gibt es einfach die letzten Entscheidungen, die ich nicht selbst fällen kann. Oder wegen dem Budget muss man das jetzt auf dieser Maschine so und so drücken. Und ich mache diese Entscheidungen immer zugunsten meiner Gestaltung. Und habe in den letzten 17 Jahren so etwa 40 Tonnen Material gesammelt, auf 450 Quadratmeter in meinem Atelier verteilt und nochmal etwa 10 bis 15 Tonnen im Keller.
17:53
Also man könnte es auf den Satz runterbrechen, warum einfach, wenn es auch schwer geht?
17:59
Ja, zum Teil kann man das schon sagen. Es gibt schon auch Überlegungen, warum sollte ich etwas, das ich in einer Stunde machen könnte, wenn ich es auch in einem Tag machen kann. Wenn ich eine Freude daran habe, ist das auch etwas Gutes. Und wenn es auch etwas bringt für das Endresultat. Dass ich an einem Linolschnitt 10 Stunden schneide oder länger oder zwei Tage daran schneide und man sieht im Resultat einen Unterschied. Und das ist eigentlich schon etwas, das mich reizt.
18:26
Es ist extrem viel Handarbeit dahinter bei den Plakaten, die du machst. Das heisst, für die Entwürfe hast du schon drei Tage, für die Produktion noch länger. Das ist ja wirklich ein riesiger Aufwand. Ist das auch ein bewusster Entscheid gegen die Beschleunigung, die wir alle konstant erleben? Oder gar nicht unbedingt?
18:49
Nicht unbedingt. Es ist einfach so, weil mein Job analog stattfindet. Es gibt einfach im analogen Leben keine Abkürzungen. Es gibt keine Shortcuts. Ich kann nicht einfach sagen, das habe ich jetzt einmal gemacht, jetzt auf den Knopf drücken und jetzt kommt es nochmal 200 Mal aus der Maschine raus. Sondern dann muss ich das Papier 200 Mal durch die Maschine durchlassen. Und wenn das Papier mit 13 Farben bedruckt ist, dann muss ich 13 Mal jedes Papier durch die Maschine durchlassen. Und 13 Linoschnitte machen oder 13 handgesetzte Formen bauen.
19:21
Und da können auch ganz verschiedene Materialien zum Einsatz. Also nicht nur traditionelle Buchdruckmaterialien.
19:28
Und die Schweizerin in mir fragt, wer sich so etwas leisten kann?
19:32
Ich meine, wenn man es vergleicht mit ... Ich habe hier eine Kollegin oder eine Kollegin, die das auch noch hat, oder ein paar Jungs, die noch im Studium ist, und der oder die macht mir dann einen Entwurf und es ist dann gemacht, und Hop Hop 300 Franken, und dann lassen wir es auf dieeindruckerei.com drücken, dann ist das mit dem nicht zu vergleichen. Aber wenn man es mit ...
19:55
hochständiger oder spannender auch Gestaltung vergleicht, hochwertiger Gestaltung. Man will ein Konzept, das auf den Anlass oder der Grund zugeschneidert ist und der wird entworfen, das wird noch professionell in der Schweiz produziert, dann ist meine Arbeit eigentlich in dem Preisrahmen. Also es kommt immer darauf an, mit was man es vergleicht.
20:17
Und das Interessante ist auch, dass du den ganzen Maschinenpark, den du vorhin gesagt hast, ziemlich platzintensiv ist, die 450 Quadratmeter, also abgesehen davon wirklich sehr beeindruckend zum Anschauen, es riecht ja noch wie in den alten Werkstätten, das habe ich auch beeindruckend gefunden, dann findet man heraus, okay, das sind alte Maschinen und um überhaupt zu diesen Maschinen zu kommen, braucht es eigentlich auch schon eine ganze Geschichte. Und du hast mir gesagt, du hast jetzt einfach einen Freundeskreis von Teil eines Mannes über 60.
20:46
Über 80 Jahre.
20:46
Oder über 80 Jahre sogar.
20:50
Ja, das ist natürlich so. Es waren vielfach Männer, oder meistens Männer in dieser Zeit, die vielleicht in den 80er-Jahren gesagt haben, weisst du was, ich bin jetzt 50, ich laue mich jetzt nicht noch einmal umschulen und will jetzt eigentlich diese Offset-Technik gar nicht annehmen, sondern... Ich nehme die Druckmaschine, die wir in dieser grossen Druckerei haben, ein paar Korpusschriften und mache noch bei mir zu Hause, vielleicht in der Garage, eine Landdruckerei. In vielen Dörfern hatte es so kleine Druckerien.
21:22
Und die haben die letzten, oder eben noch 20, 30 Jahre gemacht und die sind jetzt wirklich alt und das steht in der Garage. Oder vielleicht sind sie schon Nachfahren von dieser Person, zu sagen, wir haben fünf oder zehn Tonnen Material in der Garage und wir wären froh, wenn es jemand holen würde. Und so hat das angefangen. Und wenn dann der alte Mann herausgefunden hat, dass man es dem Typen von Evels noch anziehen, Dann haben sie ihrem Kollegen angerufen und gesagt, du musst den anrufen, der kann das sogar holen.
21:55
Der Typ von Afos.
21:57
Genau.
21:58
Und so hat sich das nach und nach ergab, dass sich bei dir eigentlich auch Raum für Raum gefüllt hat und du jetzt dort wirklich einen grossen Wertstand hast mit Maschinen, die sonst im Museum sind. Und bei dir werden sie wirklich verwendet und machen die Produkte, nämlich die Plakate.
22:15
Ja, ich denke, am Anfang habe ich natürlich genug, was ich bekommen habe. Und mit der Zeit wirst du wählerischer, weil es gibt Sachen, die zwar coole Objekte sind, aber mir nichts nützen. Und das ist die Sache, die in einem Museum landen sollten. Ich brauche Schriften, die für meine aktuellen Plakataufträge funktionieren. Und ich brauche Geräte, die für meine aktuellen Plakataufträge funktionieren. Und so ist die Selektion immer strenger und enger geworden, bis ich am Schluss jetzt aus einer Ansammlung von zufälligen Werkzeugen, jetzt eine kuratierte Sammlung von funktionalen Maschinen und Werkzeugen haben.
22:55
Und das beinhaltet auch moderne Werkzeuge. Also es ist ja nicht nur alles alt und retro.
23:01
Genau, du kombinierst es ja dann auch mit moderner Grafik und Technik und so weiter. Es ist eigentlich bei dir eine Melange, eine ganz spezielle. Bei dir, Gabi, war es ja eigentlich auch eine Zeitreise in dieser Hütte. Am Anfang, als du dort angefangen hast, hatten wir weder fliessend Wasser, also schon gar nicht heiss Wasser entsprechend, und einen Kühlschrank gab es auch nicht.
23:23
Einen Kühlschrank hatten wir auch nicht, im Keller unten. Wir haben dem sogenannten Mauskasten gesagt. Maus? Mauskasten. Dort hätte man alles reingetan, Speck oder Fliegen oder so gefunden hätten, dass man alles reingetan kann. Apropos, mir ist eben noch etwas ganz Peinliches passiert, was ich...
23:44
Junge Hüttenwartung war und im Iver, dass ich alles richtig mache. Und dann dachte ich, scheisse mich an, immer in den Kellerabsecken in der Kaste mit dem Hin und Her. Und habe dann einfach angefangen, so ein bisschen liederlich, David, du bist der Gneuer. Ich dachte, ja, so ein bisschen in den Kellerhals hinein.
24:02
Ich habe die Anke dieses Eines und dann hat draussen jemand einen Kaffee bestellt und die Terrasse voll und ich bin raus mit dem Kaffee und danach habe ich ihn gefragt, ob sie Milch haben und er hat gesagt, ja, ja, da bin ich wieder rein und dann habe ich Milch geholt dort und bin dann raus und habe gesagt, ja, ein bisschen Milch und dann rein und dachte, jetzt ist die schon gescheiden, jetzt habe ich erst die Keller in den Hals eingestellt, jetzt ist sie schon gescheiden, habe dann noch ein bisschen mehr gedrückt und dann ist er tatsächlich ein bisschen raus ins Kaffee.
24:33
Es war ein kleiner Tsunami in diesem Kaffee. So einen Kaffee hätte ich auch noch nie getrunken. Da bin ich ein geschlagener Hund. Ich glaube, ich bin weg. Das war voll peinlich. Ich habe gesagt, ich hole gleich eine Frische. Hat er noch mal einen wollen? Ich weiss es nicht mehr. Mir ist so peinlich.
24:59
Aber das ist ja schon interessant. Man muss zuerst lernen, mit dem umgehen können. Dass man all die Sachen nicht hat, all die Annehmlichkeiten, die so ein modernes Leben bedeuten. Wie haben denn die Tage auf dieser Hütte ausgesehen? Wie müssen wir uns das vorstellen?
25:14
Man hat immer wieder etwas dazugelernt.
25:21
Jetzt auch mit dieser Mousse. Man wusste, in diesem Fall muss man sich eher rumlaufen. Man ist immer besser geworden. Mit der Zeit ... besser, aber nicht gut, vermutlich.
25:37
Nach 30 Jahren wahrscheinlich schon sehr gut. Aber ganz konkret, wie muss man sich das vorstellen? Gabi dort oben ...
25:46
Wie sieht der Tag aus, damit du das so meistern konntest? Da kommen die ganze Zeit Leute, du musst dich bewirtschaften, du musst denen gerecht werden, willst denen keinen Musik-Kaffee rein tun.
25:59
Ja, da funktionierst du einfach. Es sind lange Tage. Du bist 16-18 Stunden dran. Am Morgen um halb zwei der Erste, der ein Scheitchen auf ihn tut, und am Abend der Letzte, der wieder ein Scheitchen rein tut. Und von daher, ja, da musst du dich ... Ich glaube auch wichtig ist es, dass die, wenn man so lange arbeitet und immer präsent ist, dass man halt auch viel lachen kann und ein gutes Umfeld hat. Also ich hatte ein Riesenschwein, ich hatte immer gute Leute, um mich herum, die mich gestützt haben, die mir am Tal geholfen haben.
26:30
Oder wo wir, auch jetzt heute, nur pfeifen oder eben anrufen, damals noch mit der Weilscheibe. Ja, und dann sind sie gekommen. Es ist schon mal, allein kannst du das heute sowieso nicht machen. Aber auch dann bist du die Hauptperson. Du bist für die Sicherheit zuständig. Die Müsse verschwinden und weiss nicht was. Du bist schon angespannt.
26:55
Dass etwas zu Essen auf den Tisch kommt, für jemanden, der nicht so gerne kocht oder nicht so gut kochen kann, wie hast du das gemacht?
27:01
Dort waren die ersten Versuchskaninchen, aber da habe ich es mit dem Charme vermutlich gemacht.
27:07
Wenn man auch Fads-Risorte mit Lächeln aufstellt, merkte ich, es kommt gut an. Mit der Zeit habe ich schon ein bisschen gelernt. Jetzt kann ich recht gut kochen. Ich bin nicht der Perfektionist am Kochen. Ich kann heute noch besser für 80 als für zwei. Was? Du kannst besser für 80 kochen? Ja, natürlich. Wenn ich zu Hause bin, sagt mein Schatz manchmal, wer hast du noch alles eingeladen? Das ist so.
27:36
Jetzt sprichst du deinen Schatz an. Wie überlebt eigentlich eine Partnerschaft so etwas? Du hast gerade gesagt, wie zeit- und arbeitsintensiv diese Teilgabe waren.
27:47
Er hatte die gleiche Leidenschaft für das Gebiet, für die Berge. Er ist auch Bergler. Er hat das mit dir miterlebt? Ja, er hat das über 20 Jahre. Sonst hätte ich heute nicht so lange gemacht. Er hat mich wirklich unterstützt. Ohne ihn wäre es nicht möglich gewesen. Er hat mir alles abgenommen, wo ich nur ein Kümmerchen hatte. Er hat mir geholfen und hat sofort gesagt, es ist kein Problem, das mache ich. Vor allem technisches oder Wasserproblem. Hat er heute etwas runtergelampert?
28:18
Er hat einfach alles... Er hat mir den Stein aus dem Weg geräumt. Und von daher... Nein, ohne ihn wäre das nie so lange... Ich hätte das nie so lange kennengelernt.
28:30
Eben, weil es wirklich die Unterstützung nicht nur physisch, sondern auch mental braucht, weil es wirklich sehr anstrengend ist, so stelle ich es mir vor. Und bei dir, Daphie, wenn wir jetzt, ich sage immer Daphie, du nennst dich Daphie, so. Wenn wir zu dir zurückgehen, jetzt haben wir gehört, was das bedeutet für die Produktion. Und du bist wirklich komplett einmalig in dem, was du machst. Das ist so ein Alleinstellungsmerkmal. Das zeigt sich auch in dem, dass Studierende aus der ganzen Welt zu dir auf Neffels in die Werkstatt kommen, um zu lernen, wie du das machst.
29:05
Du hast erst gerade eine Ausstellung in Japan gehabt. Dort ist etwas Blödes passiert. Du hast kurz bevor die Plakate abgeholt wurden gemerkt, dass es einen Fehler gibt.
29:17
Ja, das war das Ausstellungsplakat für meine Ausstellung in Tokio, als ich den Sommer hatte. Und die Ausstellungsplakate werden normalerweise natürlich in Japan auch produziert. Und ich sage natürlich auf keinen Fall, sondern die müssen ja auch bei mir produziert werden. Es macht ja alles keinen Sinn, wenn wir eine Ausstellung über mich machen, aber dann das Plakat für die Ausstellung wird nicht bei mir gemacht. Das fanden sie dann auch super. Diese Plakate wurden mit Mekano-Teilen gedrückt. Das ist das alte Bauchkastensystem aus den 60er-Jahren, wo man sich Roboter und Autos zusammenschrauben kann.
29:52
Mit diesen Teilen habe ich eine physische Druckplatte gemacht, die ich damit drücken kann. Die Information wurde auf einem Gussapparat im Blei gegossen. Es gab zwei grössere Plakate.
30:06
50-70er und 70-100er. Und ich habe die Schrift, die ich verwendet habe, aus Amerika gesehen. Das heisst, ich habe die Gussmatrizen in Amerika gekauft und dadurch habe ich keinen Umlaut, keinen EÖÜ. Und habe dann an einem Museum in der Schweiz angeläutet, die Porama in Bischofszille, mit denen arbeite ich gerne zusammen für solche Sachen und sagte, hey, habt ihr einen Umlaut für die Grössen? Ich brauche es einmal in 42 Punkten und ich brauche es einmal in 48 Punkten.
30:34
Da hört man jetzt nur, was für ein Aufwand hinter so einem Plakat steckt.
30:39
Die schicken mir die Matrizen, kein Problem. Nächsten Tag in der Post, ich drücke die 50-70er Plakate, alles gut. Und mit der Produktion der grossen Plakate. Dann haben wir Montag bis Mittwoch die Plakate produziert. Das waren etwa 300 Plakate in fünf Druckdurchgänge. Dann haben wir den zweiten Druck. Das heisst, wir müssen jedes Plakat fünfmal durch die Maschine durchladen. Und am Mittwoch ist das fertig und ich bin richtig happy und denke, jetzt kann ich einem Museum in Tokio schreiben, sie sind fertig.
31:09
Sie können es am Freitag abholen mit einem Kunsttransport. Und am Mittwochabend sehe ich, dass ich meinen Namen «Küne» mit 42 Punkten gedrückt sehe, statt in 48 Punkten.
31:21
Oh Gott!
31:25
Die Fehler, die Sätze oder Schreibfehler manifestieren sich im Physischen bei mir. Das ist auch eine Angst, die ich habe. Ich habe auch Mechanismen. Ich kann meiner Mitarbeiterin fast zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Foto schicken und sagen, sie liest das schnell durch. Das macht sie. Sie hat es auch nicht gesehen und sie sieht wirklich alles. Ich habe dann überlegt, soll ich oder nicht noch mal die Produktion machen. Am Freitag muss es fertig sein, es ist Mittwochabend.
31:53
Und ich habe es meiner Frau gezeigt. Und wir haben darüber geredet und gesagt, wenn ich es jetzt nicht mehr drücken würde, dann zeige ich es einfach niemandem. Das bleibt einfach da. Das ist euer Geheimnis. Unsere zwei Töchter haben schon gemerkt, was habt ihr denn? Und die Ältere ist 14. Ich habe gesagt, zeig mal. Dann haben sie gesagt, ich zeige es nicht. Ich will es niemandem sehen. Du musst mir nicht sagen, was es ist. Ich will es nur schnell anschauen, das Plakat. Und ich habe ihr auf dem Telefon ein Foto gezeigt, das sie uns zu klein.
32:23
Nein!
32:28
Und dann hast du die Antwort gehabt. Ja, und dann bin ich am Donnerstagmorgen, bin ich schon auf St. Gallen zur Papierfabrik gefahren, also Papiervertretung, habe dann vorgängig angeläutet, Hände noch von diesen Bögen, ich brauche noch mal 350. Die haben das gerade gesagt, ja, sie kommen jetzt von einer Charge weg, nicht von jemand anderem, sie geben es mir und so. Bin mit dem Auto wieder auf Nevels gefahren mit dem Papier und dann habe ich die fünf Druckdurchgänge in einer Tages- und Nachtschicht gedrückt. Und am Freitagmorgen war es dann bereit. Es ist jetzt nicht, dass ich mega stolz darauf bin, aber es hat wie sein müssen.
33:02
Es ist wie nicht anders gegangen.
33:04
Aber da muss ja eine riesige Leidenschaft dahinter sein, dass man sich so etwas antun.
33:09
Ja, es ist der eigene Anspruch, der einem dann auch ein wenig im Weg steht. Es ist jetzt nicht nur etwas, was ich finde, ich bin jetzt nur stolz darauf, sondern es ist ja auch schon ein wenig das Durchkämpfen.
33:21
Aber dafür sind die Plakate richtig gut gekommen.
33:25
Das kannst du dir sagen, das ist schön. Gabi hat dich fast schon ungläubig angeschaut. Was denkst du zu so etwas?
33:39
Das habe ich nicht gesagt. Aber ich bewundere dich, wenn du Perfektionist bist.
33:46
Es ist eine Typografie-Ausstellung. Ich kann nicht in einer Typografie-Ausstellung ein kleines Ü haben. Ich habe nur probiert, vielleicht könnte es ja rechtfertig sein. Ich habe extra gemacht. Aber spätestens, als unsere Kinder es sofort sahen, haben gesagt, das geht nicht, das kann ich nicht dahinter stehen. Unglädlich.
34:06
Bist denn du sonst auch so, wir haben es vorhin gesagt, es ist eine Kombination zwischen der alten Technik und der modernen, aber bist du sonst dafür auch so analog unterwegs?
34:16
Ist das etwas, das sich vorzieht in deinem Leben?
34:22
Ich höre gerne eine Schalplatte. Es gibt dort auch analoge Geräte. Aber es ist ja nicht analog, weil es analog ist. Sondern es ist analog, weil es für mich eine Qualität in meine Arbeit einbringt.
34:38
Das sehr, sehr Kontrollierte, auch die Einschränkung dieser Technik, dass ich jede Druckform in einem Linolschnitt kennen muss, was nicht jedes Motiv geht. Ich muss es schon in der Gestaltung so umsetzen, dass es funktioniert. Ich glaube, das ist dann ein Booster für Kreativität.
34:55
Ja.
34:57
Auf eine Art die Einschränkung im ersten Moment und nachher auch das ganze Handwerk. Wir haben schon herausgehört, vor allem bei dir, Gabi, es war für dich überhaupt nicht klar, du hattest einen Bürojob und nachher jetzt 30 Jahre auf der Hütte und jetzt noch Wanderrangerin und Wanderleiterin. Das war früher nicht klar, was du machen wirst. Das hat sich bei dir vieles so ergeben und du hast vorhin gesagt, in einer gewissen Naivität. Darum würde ich gerne in die Kindheit schauen, wie sie dir aufgewachsen sind.
35:29
Du bist im Lintenlauf aufgewachsen. Die einfache, schwierige Verhältnisse. Deine Mutter hatte psychische Probleme. Dein Vater war Alkoholiker. Was hast du damals für ein Umfeld mitbekommen?
35:44
Wir sind einfach sehr einfach aufgewachsen, aber trotzdem lebensfroh. Meine Eltern sind beide herzensgute Menschen. Sie hatten natürlich selbst eine Vorgeschichte, die auch nicht einfach war. Ich habe volles Verständnis. Klar hätte man es früher lieber anders gehabt, im Moment, wo man der Mülle ist. Aber sie gaben, was sie kennen. Von daher war es eine gute Jugend.
36:12
Ich hatte einfach keine Hobbys. Die Leute sagen heute manchmal, sie haben Hobbys, aber wir hatten keine Hobbys. Man hat einfach Wochenende Küngel rausgemistet und Schwein. Oder vielleicht eben gearbeitet, geholzt etc.
36:26
Aber es ist einfach aufzuwachsen, meine ich sei ein Riesengeschenk. Also ich bin meinen Eltern extrem dankbar. Warum? Weil ich das Gefühl habe, ich komme mit einer Kerze erleben.
36:37
Ich komme mit einer Kerze, da bin ich überzogen. Ich kann mich in ein Hütchen mit einer Kerze, und ich bin glücklich. Für mich ist das Materielle ... Ich geniesse es, wir sind zusammen, wir gehen zum Tschüss, aber ich brauche es in diesem Sinn nicht. Das macht mich stark. Ich denke, für mich ...
36:59
Ich habe jede Zeit zurück, wenn du im Saus und Braus aufwachst und fast nicht mehr weisst, welches Hobby er noch anschränzen kann. Das hat auch mit dem zu tun, dass alles noch Zugabe ist. Nein, ich bin total glücklich, wirklich glücklich, obwohl das ganz einfache Kindheit war.
37:18
Und die hätte ich vielleicht auch gelernt, dass in dieser Hütte, wo sehr viele Schwierigkeiten waren und sehr viel krampfen musste, dass du das durchgezogen hast. Und dass du dir eigentlich, ich sage es jetzt mal blöd, auch nicht selber die ganze Zeit leid da hast. Wahrscheinlich, oder?
37:34
Ich habe mich ja nie alleine leid da. Nein, es ist wirklich, ja, das prägt einem vielleicht eben. Ich denke, mein Leben ist ja ein Geschenk von meinen Eltern, wenn sie mich...
37:47
Was sie kennengelernt haben, haben sie gegeben, aber Liebe haben sie gegeben, auch wenn sie ihre verständlichen Knurzen selber hatten. Und schlussendlich, ohne das hätte ich heute nicht mehr 20 Jahre übernehmen können. Also ich glaube, wenn ich verhärtschalert wurde, wäre ich dort nicht so weit gewesen. Also von dem her... Nein, das war super.
38:06
Du hast gesagt, ihr hattet eine Säule, so statt ihr, und diese Säule mussten ihr dann auch metzgen. Und dann brachte ihr sie durch das ganze Dorf zu den Metzgern.
38:17
Ja, wir hatten die Schweine und die haben wir im Frühjahr immer rüberkriegt. Wir sammelten im Dorf Schweinkost zusammen mit Kübelin und machten uns manchmal Spass daraus, die Schweinkost zu drehen. Und da war öfter mal eine Plappe irgendwo auf der Strasse oder auf uns. Das war lustig. Auf jeden Fall haben wir den Schweinkos gekocht und die Schweine sind in Pfester geworden und am Herbst ist der Metzger gekommen. Und dann kam ich gerade rein und die sind dann auch an Schwein getragen.
38:44
und fressen wollten. Und dann hat der Metzger die dort erschossen. Also sehr human. Und was wir mit dem Schwein gemacht haben, war unser Problem. Die sind noch dort gelegen. Und dann mussten wir sie zum Metzger ins Dorf runter.
39:00
Irgendwie bringen. Mein Vater hatte nur ein Töffel, das Auto hatten wir nie. Und dann einen Anhänger. Dann haben wir das Schwein in den Anhänger rein. Dann haben wir die Decke zugedeckt und die Schwester und ich oben draufgehockt. Dann sind wir ins Dorf runtergefahren und der Scheikassunde hat schon die Polizei gewartet. Dort ist sie raus und gesagt, das sei verboten, was wir überhaupt zeigen. Wir müssen hier aufmachen.
39:27
Der Schwein hatte gesagt, jetzt aber eine Hand zum Metzger. Ja, ja. Aber wir hatten natürlich auch zu dem Schwein eine Beziehung. Wir haben vom Schnürrli bis zum Schwänzli alles geessen.
39:41
Ich frage mich einfach, wenn man als Kind mit diesen Tieren so nahe aufwächst, tut es einem dann nicht besonders weh, wenn die nachher gemetzget werden?
39:49
Das war bei uns jetzt nicht in Frage, denn das war eigentlich unser Essen. Wir waren sonst nicht so vergewöhnt mit Essen. Aber wenn sie gelebt haben, hatten sie es sicher gut. Mein Vater hatte wirklich sehr gerne ein Tier. Und für ihn ist es ein Tier, der am liebsten in der Schweiz interessiert und wäre ein Circus Muck, wenn er ihn kennt.
40:12
Das hat einfach dazu gehört, dass man es am Herbst hat. Blöder war noch die Vakuumierten. Das war ein Schmisschen. Meine Schwester und ich waren die Vakuumiermaschinen. Das Fleisch kam in Geld zurück und aufgeteilt. Die Lunge, Leber, die Füsse. Dann hatten wir Plastiksecken. Der Vater hat den Stolz eingepackt.
40:40
Ja, das ist gerade das Publikum reagiert. Spannend.
40:49
Du hast mir gesagt, mit all dem, was du erzählst, erstaunt es mich, aber nicht. Du sagst, mit 16,5, als du mit deiner Schwester zusammenzogen bist, in die Wohnung oberhalb, wo deine Eltern gewohnt haben, und du hast mir gesagt, dann hat das Leben richtig angefangen. Es klingt für mich eigentlich, als hätte es vorher schon angefangen.
41:09
Ja, es ist einfach wie ... Dort hatte ich dann keine Probleme mehr. Man ging immer um Alkohol zu essen. Es war die Mühle. Es war wie eine Mühle. Als ich mit meiner Schwester zusammenzog, war es wie ein sorgliches Paket mit ihr.
41:30
Heiko und you di hui. Keine Probleme lösen oder etwas ketschen, das wir schon hundertmal ketscht haben. Es war wirklich lässig.
41:43
Vogelfrei? Absolut. Da sind Leute wahrscheinlich ein- und ausgegangen und fester gefeiert worden, so stelle ich mir das vor, mit 16,5 in einer eigenen Wohnung.
41:52
Alle waren willkommen.
41:52
Wir waren sehr gesellig.
42:00
Es ist ja noch lustig, meine Schwester ist eigentlich gar nicht so der Party-Mensch. Und ich schon, also immer schon. Aber sie hat sich dann auch reingeschickt und hat sie dann auch lesen gefunden.
42:13
Das erzählt Gabi Aschwander in der Sendung persönlich. Auf SRS 1, zusammen mit David Kühne, der Buchdrucker ist, unter anderem Plakatgestalter.
42:22
Und bei dir hat die Kindheit ein bisschen gesitterter Tönt auf eine Art.
42:28
Wir mussten nicht Gutschwein durchs ganze Dorf bringen usw. Du wachst in Mollis, auch in einem Einfamilienhaus. Dein Vater war Pilot bei den Swissern damals. Seine Mutter hatte ein Gymnastikstudio im eigenen Haus. Das heisst, bei euch ist manchmal Aerobic-Musik durchs ganze Haus gepompt.
42:48
Ja, am Abend schon, ja. Wenn wir zu Hause waren, ich habe einen Bruder, wir waren oben und haben vielleicht nachgegessen. Und unten liefst du ein Rockset.
43:01
Und ihr ging nicht mitmachen?
43:03
Nein, nein, nein. Du hast mir noch erzählt, wenn du wütend warst mit deinem Mami oder ihr Streit gehabt hast, hast du dir zunutze gemacht und hast ihre Zettel ins Studio gerührt. Was stand da drauf?
43:18
Es gab manchmal Situationen, in denen meine Mutter unter Druck war, weil sie arbeiten musste. Vielleicht ist etwas bei mir noch nicht. erledigt gewesen. Und dann hat es vielleicht auch mal so eine leichte Androhung gegeben. Ja, wenn du das nicht machst, bis ich wieder da oben bin, dann gibt es da gar nichts auf die Weihnacht. Und ich habe dann ganz verrückt ein Zettel geschrieben. Es ist schon da unten gewesen. Und ich habe dann ein Zettelraum rein gerührt und da stand drauf, ich will gar nichts auf Weihnachten, weil ich eh nichts überkomme.
43:54
Das ist wahrscheinlich für meine Mutter ... Man könnte sie jetzt fragen. Es war sicher nicht immer nur lustig, aber auch ...
44:02
Sie lachen jedenfalls hier in der Ärscherei.
44:06
Aber die Zettale gibt es sogar noch, hat sie mir gesagt.
44:11
Sie bestätigen.
44:13
Rückblickend natürlich sehr lustig.
44:14
Ja, wirklich. Und hast du dann wirklich nichts auf Weihnachten bekommen?
44:18
Nein, natürlich.
44:18
Das hätte es nicht gegeben. Nein. Aber was interessant ist, ist eben so eine wohlbehütete Kindheit. Aber als Jugendlicher warst du dann so rebellischer. Du hast gesagt, die Energie hast du eher destruktiv verwendet und dein Leben, das sei Nirvana gewesen.
44:36
Nirvana war einfach die Band, die mir mit 13, 14 am meisten bedeutete. Ich habe vielleicht in der kannten Zeit eine sehr, sagen wir mal, kreative Auslegung von Regeln.
44:56
Wie muss ich mir das vorstellen? Kreativ klingt schon mal gut.
45:01
Klingt super, oder? Es ist aber nicht nur immer super gewesen. Ich bin mir natürlich mit dem auch selber im Weg gestanden. Das Absenzenreglement habe ich wahrscheinlich von meinem Jahrgang am besten gekannt. Und ich wusste, wo es eine Lücke hat, wo man noch bescheissen. Und ich habe den Abwart mit Vornamen gekannt. Ich durfte relativ bald, weil ich am Mittwoch Nachmittag den Turnhallenboden putzen musste. Mit so einem Lösungsmittel die schwarzen Streifen am Boden abkratzen. Das habe ich viel gemacht.
45:29
Und was hat dazu geführt, dass du solche Strafaufgaben machen musstest?
45:32
Ja, das sind irgendwelche Streiche und eben später und weiss ich was. Also einfach alles, was man hätte machen können, um es klein auf eine andere oder dann zugunsten von mir etwas zu bügen, wo ich natürlich dann schlussendlich am kürzeren Hebel gewesen bin. Ich glaube aber, was es auf heute für Auswirkungen hat, ist, dass ich gelernt habe, halt...
45:54
Systeme oder auch Prozesse zu hinterfragen, was jetzt in meinem Beruf sehr wichtig ist, dass ich Werkzeuge einsetze, die so nicht gedacht waren, zum Einsetzen. Und ich probiere dann neue Wege zu finden, um mit den alten... Ich koche mit Salz und Pfeffer, aber ich setze es irgendwie anders ein. Und das ist wichtig.
46:12
Das finde ich jetzt aber ganz interessant, weil ich habe mich nämlich gefragt, wie ist das, was du jetzt sagst, eigentlich zuerst ist es so ein bisschen destruktiv gewesen, zu dem extremen Perfektionismus zu warten, den du ja heute auch lebst.
46:23
Ich glaube, das ist einfach ein normaler Reifeprozess. So simpel. Ja, so simpel. Nach der Matura habe ich ein Jahr Architektur studiert. Das habe ich nach einem Jahr abgebrochen, weil ich ein bisschen eingeschüchtert war von den langen Prozessen.
46:41
dass das Projekt nicht in einem Jahr fertig ist, sondern dass es vielleicht auch hanget und von Leuten abhängig ist, die Entscheidungen darüber machen. Dann habe ich ein Jahr Interaction Design an der ZHDK studiert, bis ich überhaupt in die Grafikklasse kam.
46:56
Ich wollte wirklich keinen Umweg mehr gehen. Dann wollte ich das und das sehr gut machen. Und dann habe ich die Energie, die man als Jugendliche hat, alles in das Studium hineingesteckt.
47:11
Und dort ging es dann auch auf, das ist das, was ich machen will und wo sich meine Energie am besten aufgehoben fühlt.
47:18
Ja, und wo ich auch meine eigene Welt klein kreieren kann, im Sinne von mit diesen Werkzeugen etwas auszuprobieren, was sonst nicht möglich ist und wo ich auch mich vergraben kann und etwas Positives daraus herausbringen, auf jeden Fall.
47:34
Bei dir, glaube ich, ist es ja auch so, dass auf dieser Hütte und der Bezug zu dieser Natur und zu dem Töti, den du am Anfang gesagt hast, das hat dir auch immer mehr gezeigt, wo du eigentlich gehörst. Du bist nachher eben auch Wanderrangerin, Wanderleiterin, du hast noch eine Wanderschule zeitweise eröffnet. Schaffst du jetzt auch auf dem? Du hast dort für dich die Natur als Gegenüber und nicht nur als Kulisse entdeckt?
48:01
Ja, ja, für mich ist... Die Leidenschaft hat mir die Heute oder meinen Weg vom Leben, wie du auch, das kommt mit dem Leben mit über. In dem Sinne, wenn ich immer verlaussen war und eins nach dem anderen kennengelernt habe, für mich ist einfach die Natur mit allem was dort ist und Tiere und Pflanzen und so ist für mich das absolute Elixier. Ich bin tief verliebt in die Berge, also tief verliebt. Mehr verliebt kannst du nicht in die Berge, Das bin ich verliebt.
48:33
Aber es ist auch so wie ein Buch. Da bin ich mit dir, Davy, im gleichen Boot. Ich bin wie zu ausreizen oder zu erfahren, was es noch für Details gibt. Du in deinem Beruf und ich in meiner Welt, wo Berge sind. Ich will ins Detail, ich will wissen, warum es der Steinbock ein dick gefüttelt hat.
48:59
Und warum? Ich habe mich einfach gewundert... Nein, warum hat der Steinbock ein dickes Födli?
49:05
Ja, ich habe schon mehrmals eine Stunde auf das Mühlgefühl gesteckt, um zu schauen, was er eigentlich frisst, denn Schwarzwälder dort hat er keine. Und habe dann im Herbst, im Oktober gesehen, dass er Pölsterchen ausreisst, also bei diesen Steinen, und dann kehrt er es am Mühl und frisst die Wurzeln und lässt die Zähmchen kiehen. Also wir sagen ja immer, die Kraft liegt in den Wurzeln und er weiss das, vermutlich hat er es auch irgendwo in der Kau eingelesen.
49:36
Wir machen noch ganz kurz den Abschluss mit dir, Davi. Wir waren am Anfang bei der Inspiration. Was ist das Nächste, das du machst, das dich für ein Projekt inspirieren wird?
49:51
Was treibt dich momentan um zum Abschluss?
49:53
Also konkret schaffe ich im Moment für ein Stummfilmfestival und dort geht es darum, wie kann ich das Stummen wieder spiegeln in einem Plakat, der nicht ganz stumm sein, sondern es muss auch laut sein. Und ich habe jetzt ganz, ganz viele Versuche gemacht mit Weiss auf Weiss. Also weisses Papier, weiss zu bedrucken, sodass man es gleich sieht, wie es ist, die Plakativität, auch eine gewisse Lautstärke hinzubringen. Das ist jetzt gerade eine ganz sehr konkrete Challenge, die ich im Moment dran bin.
50:24
Wünsche mir dir viel Erfolg. Danke vielmals euch beiden für das Teilen eurer Geschichte. Danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. Ich hoffe, Sie auch beim nächsten Mal wieder begrüssen können, wo auch immer. Sie mögen herkommen und uns zuhören. Bis dann. Adieu und einen schönen Sonntag.
50:59
Unsere wöchentliche Radio-Talkshow persönlich heute live aus dem Fabriktheater zu Schwanden im Kanton Glarus. Zu Gast bei Olivia Röhlind waren Gaby Aschwanden, Wanderweg-Rangerin und früher Hüttenwartin auf der Fridolinshütte. Und Davi Kühne, Plakatgestalter und Buchdrucker. Technik Svenja Bischoff und Patrick Arnold. Können Sie nachhören? Entweder schon gleich unter srf1.ch und persönlich oder dann heute Abend am 10 Uhr auch wieder da auf SRF1.
51:32
Das Persönliche in der Woche, das kommt aus dem Stadttheater Solothurn. Haben Christian Zeugin, seine Gäste, sind dann die Krimi-Bestseller-Autorin Christine Brand und Pascal Hildbrand. Er ist Surfer, Traurredner und Musiker. Wenn Sie live vor Ort dabei sein möchten, dann einfach so auf die halbe Zeine nächsten Sonntag ins Stadttheater Solothurn.
51:55
Und wenn wir noch kurz zwei Monate vorschauen, am Mittwochabend 11. November, da feiern wir das 50-Jahr-Jubiläum von Persönlich. Und zwar mit einer Sendung mit viel Prominenz live aus dem Zirkus Knie in Aarau, wo wir dann am Sonntag an dieser Stelle ausstrahlen. Für die Aufzeichnung vom Mittwoch 11.11. im Knie in Aarau haben wir viermal zwei Tickets. Schickt Sie einfach ein Mail via studio.srf1.ch. Ich wünsche ganz viel Glück.
52:25
Das war ein Podcast von SRF. Produziert im Auftrag der SRG.